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Authentische Führung: Schlüsselkompetenz für Führungskräfte
Authentische Führung – oder auch authentisches Leadership – klingt auf den ersten Blick nach einem modernen Konzept für Entscheider und Führungskräfte. Tatsächlich steckt dahinter aber ein Konzept, das schon in der Antike entwickelt wurde. Schon die griechische Philosophie kennt die authentische Führung und beschreibt die damit zusammenhängenden Qualitäten einer Führungskraft.
Was ist authentische Führung?
Eine Führungskraft zeichnet sich im Idealfall durch eine Vielzahl an Führungsqualitäten aus. Diese können ganz unterschiedlich aussehen, werden aber maßgeblich durch den individuellen Charakter der jeweiligen Person beeinflusst. Authentische Führung zeichnet sich als übergeordnetes Konzept durch typische Qualitäten der Führungskraft aus.
Welche das sind und wie sich diese auf die Mitarbeiterführung im Unternehmen auswirken, beleuchten wir in den nachfolgenden Punkten.
1. Selbstbewusstsein
Eine der Komponenten, die für authentische Führung unverzichtbar ist, ist das Selbstbewusstsein. Dabei geht es insbesondere um die Kenntnis in Bezug auf die eigenen Stärken und Schwächen. Ebenfalls in diesen Bereich fällt das Reflektieren über die eigenen Ideale und Ziele und auch darüber, was das eigene Handeln für die Mitarbeiter bedeutet.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Führungskräfte sich selbst gegenüber ehrlich sind und auch innere Widersprüche kritisch hinterfragen oder sogar auflösen.
2. Ausgewogenheit
Ob Arbeitsabläufe oder das eigene analytische Denken: Authentische Führung zeichnet sich im Wesentlichen auch durch Ausgewogenheit aus. Dies gilt besonders im Rahmen der Entscheidungsfindung. Authentizität setzt voraus, dass sich die Führungskraft auch mit gegensätzlichen Meinungen auseinandersetzt und diese in die Entscheidungsfindung miteinfließen lässt. Nur so ist es im unternehmerischen Alltag möglich, dass Mitarbeiter bereit sind, sich aktiv einzubringen – und helfen so dabei, Probleme langfristig zu vermeiden.
3. Moralische und ethische Standards
„Ein Unternehmen ist ein Haifischbecken“ – nicht selten steckt hinter scherzhaften Formulierungen auch eine Portion Wahrheit. Führungskräfte, die mit Ellenbogenmentalität ihre Mitarbeiter durch den Arbeitsalltag führen, gehören mittlerweile zum Auslaufmodell. Authentische Führung zeichnet sich dadurch aus, dass auch die moralische Perspektive nicht außer Acht gelassen wird. Das kann natürlich auch bedeuten, dass Gruppen- und Unternehmensinteressen den Interessen der Führungskraft entgegenlaufen: Dann zeichnet sich die authentische Führung dadurch aus, dass die eigenen Interessen den höheren Zielen untergeordnet werden.
4. Transparenz
Das Merkmal der Transparenz betrifft im Rahmen der authentischen Führung insbesondere die Transparenz in Beziehungen. Dazu gehört es, dass sich die Beziehungen zu allen Mitarbeitern – und nicht nur zu Kollegen einer bestimmten Hierarchieebene – durch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit auszeichnen. Das beinhaltet auch die Kommunikation, besonders aber die Zusammenarbeit insgesamt. Transparenz sorgt dafür, dass Missverständnisse vermieden werden und schafft den Nährboden für guten Umgang und eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre.
Wie profitiert das Unternehmen von authentischer Führung?
Obwohl authentische Führung keinen messbaren finanziellen Wert darstellt, sind authentische Führungskräfte der Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg. Dies lässt sich eindrucksvoll durch Studien belegen. So geht auch die Mehrzahl der Führungskräfte davon aus, dass authentisches Leadership einen positiven Einfluss auf die Mitarbeiterleistung hat. Rund 77 Prozent der in einer Studie aus dem Jahr 2016 Befragten gibt zudem an, dass sich authentische Führung auch positiv auf die eigene Leistung auswirkt.
Unternehmen sind daher gut beraten, wenn sie authentisches Führungsverhalten zum Maßstab für Entscheider und Führungskräfte machen. Nur damit ist es möglich, Spannungsfelder aufzulösen und bestmögliche Leistung durch alle Beteiligten zu fördern.
Fazit
Führungskräfte und Entscheider sind kontinuierlich gefordert, sich mit den eigenen Qualitäten in den unternehmerischen Alltag einzubringen. Dazu zählen gerade auch die sogenannten Führungsqualitäten, für die es ganz unterschiedliche Ansätze gibt. Das Konzept der authentischen Führung gehört zu den ältesten Modellen, erlebt aber regelmäßig wieder neuen Aufschwung. Losgelöst vom konkreten Konzept profitieren Unternehmen immer davon, wenn leitende Angestellte die eigenen Kompetenzen kritisch hinterfragen und einer Neuausrichtung zuführen. Hierbei spielt insbesondere das oben genannte Merkmal des Selbstbewusstseins eine tragende Rolle.
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